Vollst�ndiger ViDA-Zeitplan von 2025 bis 2035 und eine �bersicht der nationalen E-Rechnungs- und Berichtspflichten pro EU-Mitgliedstaat.
ViDA wird stufenweise �ber einen Zeitraum von zehn Jahren eingef�hrt, von 2025 bis 2035. Gleichzeitig f�hren einzelne EU-Mitgliedstaaten ihre eigenen nationalen Mandate ein, oft fr�her als die EU-weite Verpflichtung. Dieser Artikel gibt einen �berblick �ber den vollst�ndigen Zeitplan und den Status pro Land.
Das Datum 1. Juli 2030 ist das wichtigste f�r die E-Rechnung: Ab diesem Zeitpunkt muss jede Intra-EU-B2B-Rechnung eine strukturierte E-Rechnung (EN 16931) sein, begleitet von DRR-Berichtsdaten.
Die ViDA-Meilensteine betreffen verschiedene Zielgruppen:
Die Europ�ische Kommission sch�tzt den wirtschaftlichen Gesamtnutzen von ViDA auf 172 bis 214 Milliarden Euro �ber zehn Jahre. Die Einsparungen verteilen sich auf Unternehmen und Regierungen: Unternehmen sparen sch�tzungsweise 51 Milliarden Euro an Verwaltungskosten, w�hrend Mitgliedstaaten bis zu 18 Milliarden Euro pro Jahr an zus�tzlichen USt-Einnahmen erwarten k�nnen. Von diesen zus�tzlichen Einnahmen stammen circa 11 Milliarden Euro aus wirksamerer Betrugsbek�mpfung. Die j�hrliche Senkung der Compliance-Kosten f�r Unternehmen wird auf 4,1 Milliarden Euro gesch�tzt.
Der Hintergrund dieser Zahlen: Die VAT Gap in der EU betrug 2020 ganze 99 Milliarden Euro. Sch�tzungsweise ein Viertel davon war auf Betrug beim innergemeinschaftlichen Handel zur�ckzuf�hren. Durch den Austausch von Rechnungsdaten in Echtzeit �ber den DRR-Mechanismus wird ein grenz�berschreitender Abgleich zwischen Mitgliedstaaten m�glich, wodurch diese Form des Betrugs praktisch unm�glich wird.
Neben der EU-weiten ViDA-Verpflichtung f�hren Mitgliedstaaten eigene nationale Mandate ein. Einige L�nder sind weit voraus, andere folgen dem EU-Schema. Nachfolgend ein �berblick �ber den aktuellen Stand.
Die Niederlande haben noch keine verpflichtende B2B-E-Rechnung, aber die Regierung arbeitet an Gesetzgebung, die auf ViDA abgestimmt ist. F�r B2G (Rechnungen an die Regierung) gilt seit 2017 die Pflicht, �ber Peppol zu fakturieren. Die Erwartung ist, dass die Niederlande das ViDA DRR-Regime ab 2030 f�r grenz�berschreitende Transaktionen einf�hren, m�glicherweise fr�her f�r inl�ndische Transaktionen.
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Belgien hat am 1. Januar 2026 die verpflichtende B2B-E-Rechnung �ber das Peppol-Netzwerk eingef�hrt. Die ehemalige Hermes-Plattform wurde am 31. Dezember 2025 au�er Betrieb genommen; Unternehmen nutzen nun einen zertifizierten Peppol-Serviceprovider. Ab 2028 folgt Near-Real-Time-E-Reporting. Das belgische System ist auf das Peppol-Netzwerk und die EN 16931-Norm abgestimmt, vollst�ndig im Einklang mit ViDA.
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Frankreich ist einer der Vorreiter in Europa. Ab September 2026 werden gro�e und intermediäre Unternehmen verpflichtet, E-Rechnungen �ber das PPF/PA-System zu versenden, gefolgt von KMU und Kleinstunternehmen ab September 2027. Das franz�sische Modell basiert auf Post-Clearance �ber Peppol, mit CDAR-Nachrichten f�r die Berichterstattung an die Steuerbeh�rde.
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Deutschland hat am 1. Januar 2025 die rechtliche Grundlage f�r B2B-E-Rechnung gelegt. E-Rechnungen auf Basis von EN 16931 (XRechnung oder ZUGFeRD) werden stufenweise verpflichtend. Die Empfangspflicht gilt bereits, die Versandpflicht wird stufenweise nach Unternehmensgr��e eingef�hrt.
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Polen f�hrt KSeF (Krajowy System e-Faktur) als verpflichtendes Pre-Clearance-System ein. Ab Februar 2026 gilt die Pflicht f�r gro�e Steuerpflichtige, ab April 2026 f�r alle �brigen USt-pflichtigen Unternehmen und ab Januar 2027 f�r Kleinstunternehmer. Das KSeF-Modell weicht vom Post-Clearance-Ansatz von ViDA ab, aber Polen hat bis 2035 Zeit zur Abstimmung.
Die Slowakei ist ein Vorreiter mit einem operativen Peppol 5-Corner-Modell f�r Post-Clearance-Berichterstattung. Tschechien arbeitet an eigener Gesetzgebung, die auf ViDA abgestimmt ist.
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Die skandinavischen L�nder (Norwegen, Schweden, D�nemark, Finnland) haben eine lange Tradition mit Peppol und E-Rechnung f�r B2G. Norwegen verwendet SAF-T f�r die Berichterstattung. Die Region folgt dem ViDA-Zeitplan f�r B2B-Verpflichtungen.
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Spanien f�hrt zwei parallele Verpflichtungen ein. VeriFactu, das System f�r zertifizierte E-Rechnung, wird ab 1. Januar 2027 f�r K�rperschaftsteuerpflichtige und ab 1. Juli 2027 f�r Selbstst�ndige verpflichtend. Zus�tzlich verpflichtet das Crea-y-Crece-Gesetz zur B2B-E-Rechnung in strukturiertem Format, voraussichtlich 2027 f�r gro�e Unternehmen und 2028 f�r KMU.
Italien war das erste EU-Land mit verpflichtender B2B-E-Rechnung (2019) �ber das SdI (Sistema di Interscambio). Das italienische Pre-Clearance-Modell ist bereits vollst�ndig operativ. Italien muss sein System sp�testens bis 2035 auf den ViDA-Standard abstimmen.
Unabh�ngig vom Tempo Ihres eigenen Mitgliedstaats ist es ratsam, jetzt Schritte zu unternehmen:
Die PSB von eConnect verfolgt alle Entwicklungen und wird aktualisiert, sobald neue Verpflichtungen in Kraft treten. Als Kunde werden Sie rechtzeitig �ber �nderungen informiert, die auf Ihre Situation zutreffen.
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