E-Rechnung in Tschechien: ISDOC-Format, NEN-System, EET 2.0 und der Weg zur verpflichtenden E-Rechnung.
Tschechien hat die E-Rechnung an Behörden verpflichtend gemacht und arbeitet an einer Ausweitung auf B2B. Das Land verwendet ISDOC als lokalen Rechnungsstandard, ein XML-Format, das mit der europäischen Norm EN 16931 kompatibel ist.
Die E-Rechnung an die tschechische Regierung (B2G) ist seit 2019 verpflichtend. Alle Regierungsinstitutionen müssen E-Rechnungen empfangen können, die der europäischen Norm EN 16931 entsprechen. Diese Rechnungen werden über das NEN-System (Národní Elektronický Nástroj) verarbeitet, die nationale Plattform für elektronische Beschaffung.
Für B2B-Transaktionen besteht derzeit keine Verpflichtung. Viele tschechische Unternehmen verwenden jedoch bereits E-Rechnungen über ISDOC oder Peppol.
Die tschechische Regierung arbeitet an EET 2.0 (Elektronická evidence tržeb), einem erneuerten System für elektronische Registrierung, das voraussichtlich im Januar 2027 starten wird. Dies zielt primär auf elektronische Berichterstattung ab, nicht notwendigerweise auf E-Rechnung im Sinne des strukturierten Rechnungsaustauschs.
ISDOC ist ein XML-Rechnungsstandard, der in Tschechien breit eingesetzt wird. Das Format ist kompatibel mit der europäischen Norm EN 16931, was bedeutet, dass ISDOC-Rechnungen ohne Informationsverlust in Peppol BIS oder UBL konvertiert werden können.
Für Unternehmen, die intern mit ISDOC arbeiten, bietet dies einen pragmatischen Weg:
So müssen Sie Ihre interne Rechnungserstellung nicht sofort anpassen, während Ihre ausgehenden Rechnungen den erforderlichen Standards entsprechen.
Tipp: Wenn Sie bereits über Peppol an tschechische Unternehmen fakturieren, müssen Sie wahrscheinlich nichts ändern. Die PSB routet automatisch und passt das Format basierend auf dem Identifier des Empfängers an.
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