VeriFactu und Crea y Crece: Spaniens E-Rechnungspflicht, Fristen und wie eConnect Sie unterstützt.
Spanien führt die E-Rechnung über zwei getrennte, aber miteinander verbundene Gesetzgebungsstränge ein. VeriFactu stellt Anforderungen an die Rechnungssoftware selbst (Integrität, Nachverfolgbarkeit), während das Crea-y-Crece-Gesetz den elektronischen Austausch von B2B-Rechnungen vorschreibt. Die Kombination macht Spanien zu einer der komplexeren Implementierungen in Europa.
Überblick
AspektDetailsB2GVerpflichtend (über FACe, seit 2015)B2BStufenweise verpflichtend (VeriFactu Jan./Jul. 2027 + Crea y Crece 2027/2028)ModellHybrid: zertifizierte Software + CTC-AustauschFormateFacturae 3.2.x (B2G), Facturae oder UBL (B2B)PlattformAEAT (Agencia Estatal de Administración Tributaria)IdentifierNIF (Número de Identificación Fiscal)SII-BefreiungUnternehmen, die SII nutzen, sind weitgehend von VeriFactu befreit
VeriFactu: zertifizierte Rechnungssoftware
VeriFactu (Königliches Dekret 1007/2023) verlangt, dass jede Rechnungssoftware in Spanien die Integrität und Nachverfolgbarkeit von Rechnungen gewährleistet. Es handelt sich um Anforderungen an die Software, nicht an den Übertragungskanal.
Fristen
PhaseWerFristPhase 1Körperschaftsteuerpflichtige (juristische Personen)1. Januar 2027Phase 2Selbstständige und nicht-körperschaftsteuerpflichtige Steuerzahler1. Juli 2027
Was muss VeriFactu-konforme Software leisten?
Kryptographische Verkettung: Jede Rechnung wird kryptographisch mit der vorhergehenden verknüpft, wodurch die Abfolge unveränderbar wird
QR-Code auf jeder Rechnung, über den die Steuerbehörde die Rechnung verifizieren kann
Unveränderbarkeit: Nach der Ausstellung kann eine Rechnung nicht bearbeitet oder gelöscht werden
Korrekturrechnungen: Korrekturen erfordern eine formelle Korrekturrechnung
Echtzeit-Meldung an AEAT ist optional, aber empfohlen
Unternehmen, die bereits SII (Suministro Inmediato de Información) für die Echtzeit-Umsatzsteuermeldung nutzen, sind weitgehend von den VeriFactu-Anforderungen befreit.
Crea y Crece: verpflichtende B2B-E-Rechnung
Das Crea-y-Crece-Gesetz (Gesetz 18/2022) schreibt vor, dass alle B2B-Transaktionen in Spanien die strukturierte E-Rechnung nutzen müssen. PDFs gelten nicht mehr als gültiges B2B-Rechnungsformat.
Die technische Durchführungsverordnung (reglamento técnico) wurde Stand Mitte 2026 noch nicht veröffentlicht. Nach der Veröffentlichung gilt eine 12-monatige Übergangsfrist, sodass eine Umsetzung vor 2027 unwahrscheinlich ist.
Was ändert sich?
Strukturiertes Format verpflichtend: nur Facturae oder UBL, kein PDF mehr für B2B
4 Jahre digitale Archivierung: Alle E-Rechnungen müssen digital gespeichert und zugänglich bleiben
Interoperabilität: Systeme müssen sich mit öffentlichen E-Rechnungslösungen verbinden können
Verpflichtende Statusmeldungen: Der Status einer Rechnung (akzeptiert, bezahlt usw.) muss erfasst und kommuniziert werden
VeriFactu versus Crea y Crece
Die beiden Regelungen ergänzen sich:
AspektVeriFactuCrea y CreceFokusRechnungssoftwareRechnungsaustauschWas wird reguliertIntegrität und NachverfolgbarkeitElektronischer B2B-Versand und -EmpfangFormatSoftwarespezifikation (keine Formatvorgabe)Facturae oder UBLFristJan./Jul. 20272027/2028
Wie eConnect Ihnen hilft
eConnect unterstützt die E-Rechnung nach Spanien auf folgende Weise:
B2G über FACe: Rechnungen an spanische Behörden werden über das Peppol-Netzwerk geroutet
B2B-Compliance: Für die Crea-y-Crece-Compliance wird die Partnerstrategie angewandt. Die PSB kann Facturae- und UBL-Transformationen durchführen
Formatunabhängig: Sie müssen Ihr Rechnungsformat nicht anpassen; die PSB transformiert automatisch in das korrekte Format
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