XML, UBL und NLCIUS

Vier Begriffe, die oft verwechselt werden, aber jeweils eine eigene Bedeutung haben, klar erkl�rt.

Bei der E-Invoicing begegnen Ihnen viele Abk�rzungen. Dieser Artikel erkl�rt die vier wichtigsten Begriffe und wie sie zusammenh�ngen, von der Basistechnologie bis zum niederl�ndischen Standard.

XML: die Sprache

XML (Extensible Markup Language) ist eine Auszeichnungstechnologie, mit der Daten strukturiert in einer Textdatei gespeichert werden. Eine XML-Datei ist sowohl f�r Computer als auch f�r Menschen lesbar. Nicht jede XML-Datei ist eine E-Rechnung; XML wird f�r viele verschiedene Zwecke eingesetzt. Es bildet die Grundlage, auf der die anderen Standards aufgebaut sind.

UBL: die Struktur

UBL (Universal Business Language) ist ein internationaler Standard, der festlegt, welche Elemente ein Gesch�ftsdokument enthalten muss und in welcher Struktur. F�r Rechnungen spezifiziert UBL, welche Felder verpflichtend sind (wie Lieferant, K�ufer, Betrag, Mehrwertsteuer) und wie diese in der XML-Datei aufgenommen werden m�ssen.

UBL basiert auf der europ�ischen Norm EN 16931, dem semantischen Modell, das bestimmt, welche Daten eine E-Rechnung mindestens enthalten muss. UBL ist eine der beiden zugelassenen Syntaxen f�r EN 16931; die andere ist CII (Cross-Industry Invoice).

Peppol BIS Billing V3: der europ�ische Standard

Peppol BIS Billing V3 ist das europ�ische Peppol-Profil, das UBL um zus�tzliche Validierungsregeln erweitert. W�hrend UBL die Struktur definiert, f�gt BIS Billing V3 Pr�fungen hinzu, die Rechnungen bestehen m�ssen:

  • Berechnungen m�ssen korrekt sein (Mehrwertsteuer, Summen)
  • IBAN-Nummern m�ssen korrekt aufgebaut sein
  • Identifikationscodes m�ssen aus den richtigen Codelisten stammen
  • Bestimmte Feldkombinationen m�ssen logisch konsistent sein

Jede Rechnung, die Peppol BIS Billing V3 entspricht, ist automatisch EN 16931-konform. Der Standard wird regelm��ig aktualisiert; die aktuelle Version (3.0.20) ist seit dem 23. Februar 2026 verpflichtend.

NLCIUS: die niederl�ndische Umsetzung

NLCIUS (Netherlands Core Invoice Usage Specification) ist die niederl�ndische Umsetzung von Peppol BIS Billing V3. Sie f�gt zus�tzliche Regeln hinzu, die spezifisch f�r die Niederlande gelten:

  • Unterst�tzung f�r das G-Konto (Sperrkonto im Bausektor)
  • Niederl�ndische Mehrwertsteuerregelungen (K-Code f�r innergemeinschaftliche Lieferung, AE f�r Steuerschuldumkehr)
  • Spezifische Identifikationsanforderungen (Handelskammernummer als 0106, OIN als 0190)

F�r die Rechnungsstellung an niederl�ndische Beh�rden ist NLCIUS verpflichtend. F�r B2B-Rechnungen innerhalb der Niederlande ist es der empfohlene Standard.

Wie h�ngen sie zusammen?

Die Standards bauen aufeinander auf, wie Schichten:

EN 16931 (Europ�ische Norm, semantisches Modell)
    +-- Peppol BIS Billing V3 (Europ�isches Peppol-Profil)
         +-- NLCIUS (Niederl�ndische Umsetzung)

Und darunter befindet sich UBL als Syntaxbindung, die konkrete XML-Struktur, in der die Rechnungsdaten ausgedr�ckt werden.

M�chten Sie das vollst�ndige Bild mit allen Schichten und l�nderspezifischen Varianten sehen? Dann lesen Sie Von Semantik bis Syntax.

Neben NLCIUS gibt es auch andere l�nderspezifische Varianten

Jedes Land kann eine eigene Umsetzung der europ�ischen Norm erstellen, genau wie die Niederlande mit NLCIUS:

LandStandardNiederlandeNLCIUSDeutschlandXRechnungFrankreichFrance CIUS + Factur-X (hybrid)TschechienISDOC (hybrid)SchwedenSvefaktura�sterreichebInterface

eConnect unterst�tzt alle diese Standards. �ber XML Transformation konvertiert die Plattform automatisch zwischen den verschiedenen Formaten, sodass Sie sich keine Gedanken dar�ber machen m�ssen, welchen Standard der Empf�nger erwartet.

Was bedeutet das f�r Sie?

In der Praxis m�ssen Sie als eConnect-Nutzer nicht �ber diese Standards nachdenken. Die Plattform stellt sicher, dass jede Rechnung, die Sie versenden, dem richtigen Standard f�r den Empf�nger entspricht, und dass jede Rechnung, die Sie empfangen, korrekt verarbeitet wird, unabh�ngig vom urspr�nglichen Format.

Wenn Sie Rechnungen manuell in der Plattform erstellen, wird automatisch eine g�ltige NLCIUS/BIS Billing V3-Rechnung generiert. Wenn Sie Rechnungen als XML einreichen, werden sie validiert und bei Bedarf transformiert.

Häufig gestellte Fragen
Muss ich als eConnect-Nutzer selbst wählen, welches Format ich verwende?

Nein. Die eConnect-Plattform bestimmt automatisch das richtige Format auf Basis des Empfängers. Beim Versenden wird eine gültige NLCIUS- oder BIS Billing V3-Rechnung generiert, und beim Empfang wird jedes unterstützte Format automatisch verarbeitet. Sie müssen selbst keine Wahl treffen.

Ist NLCIUS für alle Rechnungen in den Niederlanden verpflichtend?

Für Rechnungen an niederländische Behörden ist NLCIUS verpflichtend. Für B2B-Rechnungen innerhalb der Niederlande ist es der empfohlene Standard, aber Peppol BIS Billing V3 wird ebenfalls akzeptiert. In der Praxis generiert eConnect standardmäßig NLCIUS-konforme Rechnungen für niederländische Empfänger.

Kann eConnect Rechnungen in anderen länderspezifischen Formaten wie XRechnung verarbeiten?

Ja. eConnect unterstützt alle gängigen europäischen Standards, einschließlich XRechnung, Factur-X und Svefaktura. Über XML Transformation konvertiert die Plattform automatisch zwischen Formaten, sodass die Rechnung immer im erwarteten Format beim Empfänger ankommt.


M�chten Sie pr�fen, ob Ihre XML-Datei dem Standard entspricht? Nutzen Sie den kostenlosen eConnect Validator.

XML ist das Basisformat, UBL ist die auf XML aufgebaute Sprache, BIS Billing V3 ist das europ�ische Peppol-Profil und NLCIUS ist die niederl�ndische Variante mit spezifischen Anforderungen f�r Handelskammernummer und Mehrwertsteuer. Jede Schicht f�gt der vorherigen Regeln hinzu. eConnect verarbeitet und transformiert all diese Formate automatisch.

Rechnung validieren

Verwandt