Email Receiver processing flow: classification, sender check and document type assignment with three output paths
Vertrauenswürdiger Absender

Den Email Receiver einrichten: eine bestimmte E-Mail-Adresse oder Domäne zum Einreichen von Rechnungen freigeben.

Mit dem Email Receiver bestimmen Sie genau, welche E-Mail-Adressen Rechnungen an Ihre Organisation einreichen dürfen. So verhindern Sie, dass unerwünschte oder unbekannte Rechnungen in Ihre Buchhaltung gelangen. Sie konfigurieren pro Lieferant oder Domäne, dass deren Rechnungen automatisch verarbeitet werden.

Was ist ein vertrauenswürdiger Absender?

Ein vertrauenswürdiger Absender ist eine E-Mail-Adresse oder Domäne, die Sie für den Rechnungsversand an Ihre Organisation freigegeben haben. Nur E-Mails von diesen freigegebenen Absendern werden verarbeitet, alle anderen werden blockiert. Dies funktioniert als Whitelist für Ihre Rechnungsanlieferung.

Wenn Sie einen vertrauenswürdigen Absender anlegen, generiert das Plattform eine eindeutige E-Mail-Adresse. Diese Adresse teilen Sie Ihrem Lieferanten mit, der sie zum Einreichen von Rechnungen verwendet. In der Übersicht (die Sidebar-Option "Alle") sehen Sie alle angelegten Email Receiver mit ihren generierten Adressen und Status.

Sie benötigen mindestens ein Basic-Abonnement, um den Email Receiver zu nutzen.

Schritt 1: Vertrauenswürdigen Absender anlegen

Öffnen Sie die Email Receiver-App im Plattform und klicken Sie auf Neuer Absender. Pro Absender konfigurieren Sie die nachstehenden Einstellungen.

Whitelist-Typ

Wählen Sie, wie Sie den Absender identifizieren möchten:

  • Spezifische E-Mail-Adresse (Specific Address): Nur diese exakte Adresse darf Rechnungen einreichen. Das Feld White List From Address akzeptiert genau eine Adresse — keine durch Komma oder Semikolon getrennte Liste mit mehreren Adressen. Dies ist die sicherste Option.
  • Gesamte Domäne (All within this domain): Alle E-Mail-Adressen dieser Domäne dürfen Rechnungen einreichen (beispielsweise lieferant.de). Praktisch, wenn ein Lieferant von mehreren Adressen sendet.
  • Verifizierter Benutzer: Ein Benutzer, der im Plattform verifiziert wurde.
  • Alles akzeptieren: E-Mails von jedem Absender werden ohne Whitelist-Einschränkungen akzeptiert.

Pro Email-Receiver-Adresse können Sie eine Domäne freigeben. Muss Ihre Organisation Rechnungen von mehreren Domänen empfangen? Legen Sie für jede Domäne eine separate Email-Receiver-Adresse an, oder verwenden Sie eine spezifische E-Mail-Adresse pro Lieferant für maximale Sicherheit.

Benötigen Sie eine zweite spezifische Absenderadresse? Beim Whitelist-Typ Spezifische E-Mail-Adresse können Sie im Feld White List From Address nicht einfach eine zweite Adresse hinzufügen: Das Feld ist single-value. Für einen zweiten vertrauenswürdigen Absender in derselben Organisation legen Sie einen zusätzlichen Email Receiver mit dieser zweiten Adresse an. Dürfen beide Adressen zur selben Domäne gehören, gibt es einen einfacheren Weg: Ändern Sie den Whitelist-Typ des bestehenden Email Receivers auf Gesamte Domäne / All within this domain, anstatt einen zweiten Receiver anzulegen.

Organisationsfilter Absender

Optional können Sie im Feld Organisation (auf der Absenderseite) angeben, welche Organisation als Lieferant einreichen darf. Wenn Sie dies ausfüllen, werden nur E-Mails dieser spezifischen Lieferantenorganisation akzeptiert. Dies macht die generierte E-Mail-Adresse besonders sicher, da E-Mails anderer Organisationen abgewiesen werden.

Dokumenttyp

Geben Sie an, was mit den empfangenen Rechnungen geschehen soll:

TypWas geschiehtEingangsrechnungRechnung wird beim Empfänger im Posteingang zugestelltAusgangsrechnungRechnung wird für die administrative Verarbeitung archiviertEntwurfsrechnungRechnung wird zur Prüfung und zum manuellen Versand bereitgestellt
Zulässige Dokumentarten

Mit dem Feld Zulässige Dokumentarten bestimmen Sie, welche Rechnungsformate akzeptiert werden:

  • Nur E-Rechnungen: Nur XML-Rechnungen werden verarbeitet.
  • Nur digitale Rechnungen: Nur PDF-Rechnungen werden verarbeitet.
  • Sowohl E-Rechnungen als auch digitale Rechnungen: Beide Formate werden akzeptiert (Standard).

In der eConnect-Terminologie bezieht sich "digitale Rechnungen" auf PDF-Rechnungen und "E-Rechnungen" auf XML-Rechnungen.

Lieferantenerkennung

Mit dem Feld E-Mail-Adresse des Lieferanten befüllen auf Basis von bestimmen Sie, welches E-Mail-Feld zur Identifizierung des Lieferanten verwendet wird. Standard ist "E-Mail-Adresse Absender", aber wenn ein Lieferant einen Alias oder eine Weiterleitungsadresse verwendet, können Sie ein anderes Feld aus dem E-Mail-Header wählen (z. B. Reply-To).

Die Lieferantenerkennung dient zwei Zwecken. Erstens erhält der Lieferant Rückmeldungen, wenn bei der Verarbeitung etwas schiefgeht, beispielsweise wenn die E-Mail keinen Anhang enthält oder das Dokument nicht verarbeitet werden kann. Zweitens wird die erkannte E-Mail-Adresse in die XML aufgenommen, die an das Buchhaltungssystem geliefert wird, sodass der Lieferant auch dort nachvollziehbar ist.

Automatischer Versand

Bei Entwurfsrechnungen können Sie optional XML automatisch versenden aktivieren. Wenn der Absender eine valide XML-Rechnung einreicht, wird diese automatisch über Peppol versendet, ohne manuelle Intervention. Ist die XML nicht valide, wird die Rechnung als Entwurf zur manuellen Prüfung bereitgestellt. Diese Option erfordert, dass SSL/TLS-Sicherheit aktiviert ist und die XML valide ist.

Senden über

Mit der Option Senden über können Sie gesicherte E-Mails mit validen XML-Rechnungen in einem Schritt direkt über Peppol an den Empfänger weiterleiten. Dies erfordert, dass die SSL/TLS-Sicherheitsoption aktiviert ist und die XML valide ist.

Schritt 2: Sicherheitsoptionen einrichten

Der Email Receiver bietet zusätzliche Sicherheitsebenen:

  • SSL/TLS-Anforderung: Bei der ersten Verwendung eines vertrauenswürdigen Absenders erkennt das System automatisch, ob SSL/TLS verwendet wird. Falls ja, wird dies für alle nachfolgenden E-Mails dieses Absenders vorausgesetzt.
  • Kontakt-E-Mail-Adresse: Legen Sie eine separate E-Mail-Adresse fest, an die Ablehnungsbenachrichtigungen gesendet werden. Diese muss nicht mit der Adresse des vertrauenswürdigen Absenders übereinstimmen.
  • Organisationsfilter: Durch Angabe einer spezifischen Lieferantenorganisation werden E-Mails anderer Organisationen abgewiesen.
Schritt 3: Konvertierung für mehrere Organisationen

Wenn Sie mit mehreren Buchhaltungen arbeiten, können Sie die Option Konvertierung für mehrere Organisationen aktivieren. Das Plattform erkennt dann automatisch, für welche Buchhaltung eine eingereichte Rechnung bestimmt ist. So können Sie eine einzige E-Mail-Adresse für mehrere Buchhaltungen verwenden, anstatt pro Buchhaltung eine separate Adresse anzulegen. Dies funktioniert sowohl für XML-Rechnungen als auch für PDF-Rechnungen.

Diese Funktion erfordert ein Professional-Abonnement oder höher.

Schritt 4: Benachrichtigungen einrichten

Pro vertrauenswürdigem Absender können Sie konfigurieren, ob Sie eine Bestätigungs-E-Mail erhalten möchten, wenn eine Rechnung über diesen Absender eingeht. So behalten Sie den Überblick, welche Lieferanten Rechnungen einreichen und wann.

Schritt 5: Aktivieren und einladen

Nach der Erstellung hat der vertrauenswürdige Absender den Status "Entwurf". Bevor E-Mails verarbeitet werden, muss der Absender aktiviert werden. Dies kann auf zwei Wegen geschehen:

Manuell aktivieren: Ändern Sie den Status auf "Aktiv". Der vertrauenswürdige Absender ist dann sofort einsatzbereit.

Einladung senden: Statt manueller Aktivierung können Sie eine Einladung an den Lieferanten senden. Der Lieferant erhält eine E-Mail mit Erläuterung der generierten E-Mail-Adresse und deren Nutzung zum Einreichen von Rechnungen. Bei der ersten Nutzung durch den Lieferanten wird der Email Receiver automatisch aktiviert. Der Status wechselt von "Eingeladen" zu "Aktiv".

In der Seitenleiste der Email-Receiver-App können Sie nach Status filtern: Entwürfe, Eingeladen, Aktiv und Inaktiv. So behalten Sie den Überblick, welche Absender sich in welcher Phase befinden.

Häufig gestellte Fragen
Kann ich mehrere vertrauenswürdige Absender für verschiedene Lieferanten einrichten?

Ja, Sie können pro Lieferant einen separaten vertrauenswürdigen Absender anlegen. Jeder vertrauenswürdige Absender erhält eine eindeutige E-Mail-Adresse und eigene Einstellungen für Whitelist-Typ, Dokumenttyp und Sicherheitsoptionen. So haben Sie volle Kontrolle darüber, wer Rechnungen einreichen darf und wie diese verarbeitet werden.

Was passiert, wenn jemand eine Rechnung sendet, die nicht auf der Whitelist steht?

Die E-Mail wird abgelehnt und nicht verarbeitet. Nur E-Mails von genehmigten Absendern (basierend auf dem eingestellten Whitelist-Typ) werden akzeptiert. Der Absender erhält keine Fehlermeldung – die E-Mail wird einfach nicht abgeholt.

Benötige ich ein bestimmtes Abonnement, um den Email Receiver zu nutzen?

Ja, Sie benötigen mindestens ein Basic-Abonnement, um den Email Receiver zu nutzen. Für die Option "Konvertierung für mehrere Organisationen" (Administrationserkennung) ist ein Professional-Abonnement oder höher erforderlich.

Warum bleibt mein Email Receiver leer, obwohl die Whitelist korrekt aussieht? (Multi-Entität/Holding)

Arbeiten Sie mit mehreren Entitäten oder einer Holdingstruktur, und bleibt ein Email Receiver unter *@trust.econnect.eu leer, obwohl die Domäne des Absenders anscheinend auf der Whitelist steht? Prüfen Sie zunächst, ob überhaupt etwas in den Logs oder im Posteingang dieses Receivers ankommt, und nicht nur bei einer anderen Entität. Öffnen Sie dann die gesendete E-Mail und sehen Sie sich wortwörtlich das Von-Feld an: das zählt, nicht der Anzeigename. Eine Holding und eine Tochtergesellschaft haben oft separate Email Receiver mit eigenen Whitelists. Dass dieselbe ausgehende Adresse bei einer anderen Entität funktioniert, beweist nicht, dass die Von-Adresse und die Whitelist für diesen Receiver stimmen. Prüfen Sie den Whitelist-Eintrag exakt gegen die Von-Adresse: Tippfehler, Aliase und Weiterleitungsregeln ändern die sichtbare Absenderadresse. Möchten Sie schnell testen, ob der Kanal erreichbar ist? Stellen Sie den Email Receiver vorübergehend auf Alles akzeptieren (nicht möglich bei Entwurfsrechnung) und setzen Sie die Whitelist nach dem Test zurück.

Ich habe eine E-Mail an meine Trust-Adresse gesendet, sehe aber nichts im Portal oder in meinem Buchhaltungs-/ERP-System. Was nun?

Prüfen Sie dies in fester Reihenfolge – das Überspringen eines Schritts führt oft zu einer falschen Schlussfolgerung:

  1. Richtige Trust-Adresse. Prüfen Sie auf Tippfehler und die richtige Organisation/Entität, sowie ob Sie Ihre Produktions- oder Pilotadresse verwendet haben (trust.econnect.eu versus eine Pilotvariante).
  2. Ist überhaupt etwas angekommen? Prüfen Sie, ob dieser Email Receiver im betreffenden Zeitraum Mail erhalten hat. Der Status Aktiv allein sagt nicht genug aus: Ein Email Receiver kann aktiv sein, während noch keine E-Mail eingegangen ist.
  3. Whitelist und die Von-Adresse. Wurde eine E-Mail empfangen, aber nicht verarbeitet, vergleichen Sie die Von-Adresse wortwörtlich mit der Whitelist-Einstellung (siehe die Frage oben zu einem leeren Email Receiver bei mehreren Entitäten).
  4. Richtige Organisation im Portal. Prüfen Sie, ob Sie in der richtigen Organisation oder Buchhaltung schauen.
  5. Erst danach Ihre Buchhaltungs- oder ERP-Anbindung prüfen (zum Beispiel Metacom): Eine funktionierende Anbindung dort schließt einen leeren Posteingang oder einen Email Receiver ohne empfangene Mail nicht aus. Beginnen Sie die Diagnose also beim Empfang am Email Receiver, nicht bei der Anbindung.
Office-365-Integration

Nutzt Ihre Organisation Office 365 und ist die E-Mail-Weiterleitung nicht gestattet? Sie können eine direkte Verbindung mit Ihrem Office-365-Postfach herstellen. Verwenden Sie das Feld "Alternative Zustelladresse" in der Email-Receiver-Konfiguration, um die O365-Integration einzurichten.


Möchten Sie mehr darüber erfahren, wie Rechnungen per E-Mail verarbeitet werden? Lesen Sie, wie das Einreichen von Eingangsrechnungen per E-Mail funktioniert.

Erfahren Sie, wie Sie Rechnungen einreichen