Der Unterschied zwischen MwSt.-Code K (innergemeinschaftlich) und AE (inl�ndische Umkehr) erkl�rt.
Bei bestimmten Transaktionen wird die Mehrwertsteuer nicht vom Lieferanten, sondern vom K�ufer abgef�hrt. Dies wird als Steuerschuldumkehr (Reverse Charge) bezeichnet. In einer E-Rechnung m�ssen Sie angeben, dass die MwSt. umgekehrt wird, indem Sie einen spezifischen MwSt.-Kategoriecode aus der EN 16931/UNCL5305-Codeliste verwenden. Welchen Code Sie w�hlen, h�ngt von der Art der Transaktion ab.
Code K verwenden Sie bei der Lieferung von Waren an einen mehrwertsteuerpflichtigen K�ufer in einem anderen EU-Land. Die MwSt. wird dann auf den K�ufer im Empf�ngerland umgekehrt, der dort die lokale MwSt. �ber das Reverse-Charge-Verfahren abf�hren muss.
In der UBL-Rechnung setzen Sie die MwSt.-Kategorie auf K mit einem MwSt.-Satz von 0%. Dar�ber hinaus sind die Umsatzsteuer-IDs beider Parteien verpflichtend, damit die Steuerbeh�rden in beiden L�ndern die Transaktion verifizieren k�nnen.
Typische Szenarien:
Achtung: Code K gilt speziell f�r die Lieferung von Waren innerhalb der EU. F�r Dienstleistungen gelten andere Regeln; konsultieren Sie Ihren Steuerberater f�r das richtige MwSt.-Szenario bei grenz�berschreitenden Dienstleistungen.
Code AE verwenden Sie, wenn die MwSt. inl�ndisch auf den K�ufer umgekehrt wird. Dies kommt in bestimmten Branchen und Situationen vor, in denen der Gesetzgeber festgelegt hat, dass der K�ufer die MwSt. anstelle des Lieferanten abf�hren muss.
Das h�ufigste Beispiel ist der Bausektor: Wenn ein Subunternehmer Arbeiten f�r einen Hauptauftragnehmer ausf�hrt, wird die MwSt. in der Regel auf den Hauptauftragnehmer umgekehrt. Dies verhindert MwSt.-Betrug in Ketten mit mehreren Subunternehmern.
In der UBL-Rechnung setzen Sie die MwSt.-Kategorie auf AE mit einem MwSt.-Satz von 0%. Auf der Rechnung muss ein Vermerk stehen, dass die MwSt. umgekehrt wurde (z.B. "Steuerschuldnerschaft des Leistungsempf�ngers" oder die gesetzliche Formulierung).
Typische Szenarien:
Code G verwenden Sie beim Export von Waren in ein Land au�erhalb der EU. Der MwSt.-Satz betr�gt 0%, da die Transaktion au�erhalb des Geltungsbereichs der europ�ischen MwSt.-Gesetzgebung liegt.
In der UBL-Rechnung setzen Sie die MwSt.-Kategorie auf G mit einem MwSt.-Satz von 0%.
Nachfolgend ein vereinfachtes Beispiel einer Rechnung mit Steuerschuldumkehr (Code AE):
<cac:TaxTotal>
<cbc:TaxAmount currencyID="EUR">0.00</cbc:TaxAmount>
<cac:TaxSubtotal>
<cbc:TaxableAmount currencyID="EUR">1000.00</cbc:TaxableAmount>
<cbc:TaxAmount currencyID="EUR">0.00</cbc:TaxAmount>
<cac:TaxCategory>
<cbc:ID>AE</cbc:ID>
<cbc:Percent>0</cbc:Percent>
<cbc:TaxExemptionReason>Steuerschuldnerschaft des Leistungsempf�ngers</cbc:TaxExemptionReason>
<cac:TaxScheme>
<cbc:ID>VAT</cbc:ID>
</cac:TaxScheme>
</cac:TaxCategory>
</cac:TaxSubtotal>
</cac:TaxTotal>
Bei den Codes K, AE und G ist das Feld TaxExemptionReason verpflichtend. F�llen Sie eine klare Beschreibung ein, z.B. "Innergemeinschaftliche Lieferung" (bei K) oder "Steuerschuldnerschaft des Leistungsempf�ngers" (bei AE).
Falscher Code bei grenz�berschreitenden Dienstleistungen. Code K ist speziell f�r Warenlieferungen, nicht f�r Dienstleistungen. Bei grenz�berschreitenden Dienstleistungen gelten andere MwSt.-Regeln. Konsultieren Sie Ihren Steuerberater.
Umsatzsteuer-ID fehlt bei Code K. Bei innergemeinschaftlichen Lieferungen m�ssen die Umsatzsteuer-IDs beider Parteien in der Rechnung stehen. Ohne g�ltige Umsatzsteuer-ID des K�ufers wird die Rechnung bei der Validierung abgelehnt.
Kein TaxExemptionReason ausgef�llt. Bei allen Reverse-Charge-Codes (K, AE, G) ist eine Erkl�rung verpflichtend. Lassen Sie dieses Feld nicht leer.
Fehlender Befreiungsgrund bei Code AE (BT-120/BT-121) in der MwSt.-Aufschl�sselung f�hrt zu einem Validierungsfehler BR-AE-10 (oft angezeigt als SOAP:CLIENT[BR-AE-10]). Siehe Fehlermeldung Versand: BR-AE-10 f�r die First-Line-L�sung.
Neben K, AE und G kennt EN 16931 weitere h�ufig verwendete MwSt.-Kategoriecodes:
Z ist nicht AE. Code Z (Nullsatz) und Code AE (Steuerschuldumkehr) sind beide 0%, bedeuten aber etwas anderes: Z bedeutet, dass für die Lieferung schlicht keine MwSt. geschuldet wird, AE bedeutet, dass die MwSt. wohl geschuldet wird, aber vom Käufer abgeführt wird. Sehen Sie auf einer empfangenen Rechnung Code Z, wo Sie AE erwartet hätten (oder umgekehrt), prüfen Sie zuerst, wie die Rechnung angeliefert wurde: Wurde die XML direkt vom Lieferanten versendet (Peppol oder eigener UBL-Export), hat der Lieferant diesen Code selbst eingetragen. Das ist keine Konvertierungs- oder Erkennungsfrage; die Korrektur liegt beim Lieferanten oder dessen Buchhaltungssystem.
Code O ("Services outside scope of tax", UNCL5305-Code O) ist für Organisationen vorgesehen, die strukturell keine MwSt.-Pflicht haben und keine USt-Nummer besitzen. Bei manueller Rechnungsstellung über die Plattform: Wählen Sie MwSt.-Kategorie 'O' im Rechnungsformular, woraufhin die Pflicht für das USt-Nummern-Feld entfällt und die Rechnung ohne Lieferanten-USt-Nummer versendet werden kann.
Verwenden Sie keine USt-Platzhalterwerte (wie NL000000000B01) für diese Situation. Code O ist der korrekte Mechanismus.
Unterschied E vs. O: Code 'E' ist für mehrwertsteuerpflichtige Lieferanten, die eine steuerbefreite Transaktion abrechnen — die USt-Nummer ist dabei erforderlich. Code 'O' ist für Lieferanten ohne jegliche MwSt.-Pflicht — die USt-Nummer ist nicht erforderlich. Quelle: Expertenbeästigung Plattform & Integrationen, 2026-05-26.
Bei der PDF-zu-UBL-Konvertierung folgt eConnect den Standard EN 16931/NLCIUS-Regeln f�r die MwSt.-Kategorisierung. Die Plattform sch�tzt auf Basis der Daten auf der PDF-Rechnung den richtigen Code. Sonderregelungen oder die Unterscheidung zwischen Waren und Dienstleistungen werden nur angewandt, wenn dies explizit auf der Rechnung vermerkt ist.
Tipp: Unsicher, welcher MwSt.-Code zutrifft? Pr�fen Sie die Rechnung im kostenlosen eConnect Validator. Der Validator warnt bei inkonsistenten MwSt.-Kategorien.
MwSt.-Codes pr�fen